Stand: 26.04.2026
Teil A: Allgemeine Bestimmungen (Geltung für alle Leistungsbereiche)
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge über Dienstleistungen (insbesondere Unterricht und Beratung) zwischen Fritz Michallik, handelnd unter der Bezeichnung „Fritz Hits“ (nachfolgend „Anbieter“), Gounodstr. 42, 13088 Berlin, und seinen Kunden.
(2) Diese AGB gelten sowohl gegenüber Verbrauchern (§ 13 BGB) als auch gegenüber Unternehmern (§ 14 BGB). Maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültige Fassung.
(3) Abweichende AGB des Kunden werden nicht anerkannt, es sei denn, der Anbieter stimmt ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zu.
(4) Informationen zur Verarbeitung personenbezogener Daten, insbesondere zur Aufzeichnung und KI-gestützten Auswertung von Sitzungen, sind in der Datenschutzerklärung des Anbieters unter www.fritzhits.de/datenschutz abrufbar.
§ 2 Vertragsschluss und Zahlungsabwicklung
(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein rechtlich bindendes Angebot dar, sondern eine Aufforderung zur Abgabe einer Buchungsanfrage.
(2) Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde einen Termin für eine Einzelstunde verbindlich bucht oder ein Stundenkontingent (Paket) erwirbt und der Anbieter dies (z. B. per E-Mail oder Buchungstool) bestätigt.
(3) Dem Kunden stehen die im Buchungsprozess angegebenen Zahlungsmethoden (z. B. Stripe, PayPal, Rechnung) zur Verfügung. Bei Kauf auf Rechnung ist der Rechnungsbetrag innerhalb von 7 Tagen nach Erhalt der Rechnung ohne Abzug zu zahlen, sofern nichts anderes vereinbart wurde.
(4) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, weitere Termine bis zum vollständigen Ausgleich offener Forderungen zu verweigern.
(5) Vertragspartner müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben oder mit ausdrücklicher Zustimmung eines Erziehungsberechtigten handeln.
§ 3 Haftungsbeschränkung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit.
(2) Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht (Kardinalpflicht). Die Haftung ist in diesem Fall auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
(3) Der Erfolg des Unterrichts hängt maßgeblich von der aktiven Mitarbeit des Kunden ab. Der Anbieter übernimmt keine Garantie für das Erreichen spezifischer künstlerischer oder wirtschaftlicher Ziele (z. B. Label-Deals, Chartplatzierungen).
Teil B: Unterricht und Beratung
§ 4 Leistungsgegenstand und Abgrenzung zum Fernunterricht
(1) Der Anbieter erbringt Leistungen im Bereich des Musikunterrichts und Beratung für Musiker und in Form von individuellem Live-Unterricht (synchron) via Videokonferenz-Software oder vor Ort.
(2) Der Unterricht wird in jeder Sitzung individuell an den Fortschritt und die konkreten Projekte des Kunden angepasst. Es findet keine systematisierte oder automatisierte Lernerfolgskontrolle statt. Bei den Leistungen handelt es sich um reine Dienstleistungen (§ 611 BGB); die Vorschriften des Fernunterrichtsschutzgesetzes (FernUSG) finden keine Anwendung.
§ 5 Vergütung, Pakete und Gültigkeit
(1) Die Vergütung richtet sich nach der zum Zeitpunkt der Buchung gültigen Preisliste. Die reguläre Dauer einer Unterrichtseinheit beträgt 60 Minuten.
(2) Gebuchte Stundenkontingente (z. B. 5er- oder 10er-Pakete) sind in voller Höhe im Voraus zu bezahlen.
(3) Pakete haben eine Gültigkeit von 24 Monaten ab Vertragsschluss. Nach Ablauf dieser Frist verfällt der Anspruch auf Einlösung des noch offenen Kontingents. Eine Barauszahlung ungenutzter Einheiten ist ausgeschlossen.
§ 6 Probestunde
(1) Die erste gebuchte Unterrichtseinheit eines Neukunden gilt als Probestunde. Diese ist grundsätzlich kostenpflichtig.
(2) Der Anbieter gewährt für diese erste Einheit eine Zufriedenheitsgarantie: Der Kunde hat das Recht, binnen 4 Wochen nach Durchführung der Probestunde in Textform (z. B. E-Mail) mitzuteilen, dass er keine weiteren Leistungen in Anspruch nehmen möchte.
(3) Macht der Kunde von diesem Recht Gebrauch, wird ein bereits gezahltes Honorar für diese erste Stunde vollständig erstattet; wurde die Stunde noch nicht in Rechnung gestellt, verzichtet der Anbieter auf die Forderung. Bei Fortführung des Unterrichts oder nach Verstreichen der 4-Wochen-Frist bleibt die Zahlungspflicht unberührt.
§ 7 Termine, Absagen und Ausfall
(1) Vereinbarte Termine sind verbindlich.
(2) Eine kostenfreie Absage oder Verschiebung durch den Kunden ist für denselben Termin bis zu zweimal möglich, sofern die Mitteilung jeweils bis spätestens 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin in Textform eingeht. In diesem Fall wird die Einheit nicht berechnet bzw. das Honorar vollständig erstattet.
(3) Bei einer Absage oder Verschiebung durch den Kunden weniger als 24 Stunden vor Terminbeginn, bei unangekündigtem Nichterscheinen oder bei einer dritten oder weiteren Absage bzw. Verschiebung desselben Termins wird pauschal 100 % des vereinbarten Honorars als Ausfallgebühr in Rechnung gestellt bzw. von einem bestehenden Paketkontingent anteilig (1 Einheit) abgezogen. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass dem Anbieter kein oder ein wesentlich geringerer Schaden entstanden ist.
(4) Der Anbieter ist berechtigt, Verträge aus wichtigem Grund fristlos zu kündigen, insbesondere bei beleidigendem Verhalten, Störungen des Unterrichts oder Zahlungsverzug.
§ 8 Verspätung und Ausfall
(1) Erscheint der Kunde verspätet zu einem Termin, endet die Sitzung zur ursprünglich vereinbarten Zeit. Ein Anspruch auf kostenfreie Nachholung der versäumten Zeit besteht nicht.
(2) Der Anbieter behält sich vor, Termine aus wichtigem Grund (z. B. Krankheit, unvorhersehbare technische Störungen oder unaufschiebbare berufliche Verpflichtungen) zu verschieben. In diesem Fall wird ein Ersatztermin vereinbart. Schadensersatzansprüche des Kunden wegen einer solchen Verschiebung sind ausgeschlossen.
§ 9 Technische Voraussetzungen
(1) Der Kunde hat die technischen Voraussetzungen für die Durchführung des Online-Unterrichts zu erbringen. Er ist insbesondere für eine stabile und ausreichend schnelle Internetverbindung verantwortlich.
Teil C: Digitale Produkte (Samplepacks, Videokurse, Software)
§ 10 Bereitstellung digitaler Inhalte
(1) Digitale Inhalte (z. B. Samplepacks oder vorproduzierte Videokurse) werden dem Kunden unmittelbar nach Vertragsschluss in elektronischer Form (z. B. per Download-Link oder Plattform-Zugang) zur Verfügung gestellt.
(2) Es besteht kein Anspruch auf dauerhafte Datensicherung durch den Anbieter. Der Kunde ist verpflichtet, heruntergeladene Inhalte lokal zu sichern.
§ 11 Nutzungsrechte an digitalen Produkten
(1) Sofern nicht anders angegeben, erhält der Kunde ein einfaches, zeitlich unbegrenztes Recht, die digitalen Inhalte der Samplepacks für eigene musikalische Produktionen zu nutzen.
(2) Eine Weitergabe, Unterlizenzierung oder der Wiederverkauf der Inhalte (insbesondere bei Samplepacks als Einzelsamples) ist untersagt.
Teil D: Gemeinsame Bestimmungen für Inhalte und Rechte
§ 12 Unterrichtsmaterialien und Videoaufzeichnungen
(1) Zur Qualitätssicherung und Nachbereitung können Online-Sitzungen in Audio und Video aufgezeichnet werden. Aus diesen Aufzeichnungen können unter Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) Zusammenfassungen generiert werden.
(2) Der Kunde kann der Aufzeichnung und KI-Verarbeitung vor Beginn jeder Einheit widersprechen. In diesem Fall erfolgt keine Aufzeichnung; die Zahlungspflicht für die Stunde bleibt davon unberührt.
(3) Alle bereitgestellten Materialien (Videoaufzeichnungen, Zusammenfassungen) sind ausschließlich für den persönlichen und privaten Gebrauch des Kunden bestimmt. Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder Weitergabe an Dritte – insbesondere auf Social-Media-Plattformen – ist streng untersagt.
§ 13 Schutz der Urheberrechte des Kunden und Schutz des Namens
(1) Die Rechte an den im Unterricht erstellten Werken verbleiben beim Kunden. Eine Ausnahme ist nur möglich sofern ein separate Produktionsvereinbarung getroffen wurde.
(2) Dem Kunden ist es ausdrücklich untersagt, den Namen „Fritz Michallik“ oder die Marken „Fritz Hits“, "FRIDZ", "ISHO" oder "yuunu" zur Werbezwecken oder in den Credits eigener musikalischer Veröffentlichungen zu nutzen, es sei denn, der Anbieter hat hierzu vorab seine schriftliche Zustimmung erteilt.
Teil E: Gesetzliches Widerrufsrecht für Verbraucher
§ 14 Widerrufsrecht
(1) Wenn Sie Verbraucher sind, steht Ihnen nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen ein Widerrufsrecht zu. Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen. Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab dem Tag des Vertragsabschlusses. Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie mich (Fritz Michallik, Gounodstr. 42, 13088 Berlin) mittels einer eindeutigen Erklärung (z. B. ein mit der Post versandter Brief oder eine E-Mail) über Ihren Entschluss informieren.
(2) Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, habe ich Ihnen alle Zahlungen, die ich von Ihnen erhalten habe, unverzüglich zurückzuzahlen. Haben Sie verlangt, dass die Dienstleistung während der Widerrufsfrist beginnen soll, so haben Sie mir einen angemessenen Betrag zu zahlen, der dem Anteil der bis zu dem Zeitpunkt des Widerrufs bereits erbrachten Dienstleistungen im Vergleich zum Gesamtumfang der im Vertrag vorgesehenen Dienstleistungen entspricht.
(3) Besonderer Hinweis zum vorzeitigen Erlöschen bei Dienstleistungen: Das Widerrufsrecht erlischt, wenn der Anbieter die Leistung vollständig erbracht hat, nachdem der Kunde zugestimmt hat, dass der Anbieter vor Ablauf der Frist beginnt.
(4) Besonderer Hinweis zum vorzeitigen Erlöschen bei digitalen Inhalten (Downloads): Das Widerrufsrecht erlischt, sobald der Kunde mit dem Download oder Streaming beginnt und zugestimmt hat, dass er dadurch sein Widerrufsrecht verliert.
Teil F: Schlussbestimmungen
§ 15 Anwendbares Recht und Gerichtsstand
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist der Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag der Geschäftssitz des Anbieters (Berlin). Dasselbe gilt, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.
(3) Die EU-Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, erreichbar unter https://ec.europa.eu/consumers/odr. Der Anbieter ist nicht verpflichtet und nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
§ 16 Salvatorische Klausel
(1) Sollten Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Rest des Vertrages wirksam. Anstelle der unwirksamen Bestimmung gelten die gesetzlichen Vorschriften.
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